
Hm, warum sollte es Turbine eigentlich anders gehen, als Blizzard? Mit großem Tamtam wurde jetzt schon seit Wochen vorbereitet, dass auf der Connect 08, der neuen Hausmesse von Codemasters in Birmingham, Turbine “sensationelle Neuigkeiten” zu “Der Herr der Ringe Online” veröffentlichen würde. Jeffrey Steefel würde selber einfliegen, um diese Neuigkeiten unters Volk zu bringen. Naja, irgendwie war ja jedem klar, dass diese Neuigkeiten wohl die Ankündigung des ersten Addons zu “Lord of the Rings Online” sein würden. Und nach zahlreichen Interviewaussagen von Steefel, die bereits in diese Richtung gingen, überrascht es auch nicht wirklich, dass das Addon auf den vergleichsweise schlichten Titel “Mines of Moria” hört. Glücklicherweise ist die Informationspolitik von Turbine ja ein bisschen “zeigefreudiger” als die von Blizzard, weshalb wir bestimmt in den nächsten Wochen nicht über Infos zum ersten Bezahladdon klagen werden können. Erste Hard Facts gibt es aber bereits jetzt:
- Das Levelcap wird von 50 auf 60 angehoben.
- Es gibt zwei neue Spielerklassen, den “Warden” und den “Runekeeper” (die Titel wurden auch auf der offiziellen Homepage noch nicht übersetzt).
- Die Minen von Moria sollen sozusagen “die Mutter aller Dungeons” werden: Eine gigantische unterirdische Welt, mit zahllosen Bedrohungen für erfahrene Helden.
- Die Idee von einzigartigen Items wird in “Mines of Moria” neu definiert: Spieler können beispielsweise eine Waffe mit individuellen Fähigkeiten belegen, welche sich dann weiter entwickeln, ähnlich wie der Charakter durch Leveln oder das Buch der Taten. Die “Individualisierung” der Items erfolgt dabei durch “Freischalten” innerhalb des Gameplays (Singleplayerinstanzen?). Sollte man man jemals seines persönlichen Items überdrüssig werden, kann dies in extrem hochwertige Komponenten zerlegt und im Crafting eingesetzt werden.
- Neben Kazahd-Dum wird auch Lothlorien als neue Spielregion eingeführt.
- Es wurden Technologieverbesserungen wie Player Lightning (klar, macht riesige Dungeons wie die Minen von Moria optisch stimmungsvoller) und verbesserte AI der Gegner, die das Terrain mit einbezieht (Tabula Rasa, anyone?), angekündigt.
- Die Erweiterung soll im Herbst erscheinen.
Interessantes Marketingkonzept: Für “Mines of Moria” wurde eine spezielle Webseite gestaltet, auf der ab dem 31. März spezielle Minispiele angeboten werden, die später Items und Fähigkeiten im Spiel freischalten. Insgesamt wurde auch ein bisschen zu den allgemeinen Plänen veröffentlicht: Erweiterungspakete wie “Mines of Moria” sollen jährlich erscheinen, Content-Patches vier Mal im Jahr. “LoTRO” wird zudem in naher Zukunft in China, Russland und Korea an den Start gehen.
Sicher, alles nicht ganz so megaspektakuläre Neuigkeiten, aber dennoch tolle Neuigkeiten für alle Fans von “Der Herr der Ringe Online”.

Was heisst denn hier nicht ganz so megaspäktakuläre Neuigkeiten? Nennt mir mal eine Entwicklerfirma, die das ähnlich hinkriegt, und nein Blizzard ganz bestimmt nicht.
Die Neuigkeiten sind deshalb nicht “megaspektakulär”, weil jedem, der 2 und 2 zusammenzählen konnte, die groben Rahmendaten auch schon vorher klar waren. Genau das habe ich auch geschrieben.
Hoffentlich kommt dann endlich mal ein vernünftiges Endgame und nicht wieder nur RP Krampf.
Ich habe im August 2007 Pause gemacht bis Weihnachten.
Keines der Items die ich von da an bekommen habe war besser wie das Zeug was ich schon hatte.
Auch das Ettenödenzeug ist die Zeit nicht wert.
Blizzard macht die Itemspirale doch wunderbar vor.
Ich habe langsam genug von rosa Schleifchen fürs Pferd, tollen neuen Schränken oder lustigem Pfeiffenkraut, irgendwie muss man den 50ern was bieten und solange sie das nicht kapieren kann man das Addon auch vergessen, man kann halt kurz auf 60 leveln holt sich seine Ausrüstung und dann geht wieder nix mehr vorwärts.
Ewig schade um dieses gute Spiel!
Kommentare, die letzten Endes bedeuten, dass LotRO mehr wie WoW werden soll, sind IMO weitestgehend sinnfrei. Wenn man ein Spiel will, das mehr wie WoW ist, sollte man WoW spielen.
Schonmal auf die Idee gekommen, dass “Itemspirale” und Co. nicht jedermanns Sache sind? Formulierungen wie “RP-Krampf” zeugen von einer wenig toleranten Sichtweise.